Keyword Kannibalismus

Beim Keyword Kannibalismus und Content Kannibalismus handelt es sich um einen der am häufigsten missverstandenen Begriffe im Universum der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Einige SEO-Experten bezweifeln sogar seine Existenz, was die Mythenbildung angefeuert. Fakt ist jedoch: Um sich beim Google-Ranking nicht selbst zu behindern, ist es wichtig, dass Webseiten- und Onlineshop-Betreiber die Problematik erkennen und auflösen.

Keyword Kannibalismus
Keyword Kannibalismus

Keyword und Content Kannibalismus: Eine Definition


Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist mit Content und Keyword Kannibalismus folgendes gemeint: Mindestens zwei Seiten innerhalb einer Domain sind auf ein und dasselbe Keyword optimiert worden. Dadurch können sich die beiden URLs gegenseitig kannibalisieren, was durch einen zu ähnlichen Content oder eine ähnliche Keyword-Fokussierung geschieht. Manchmal wird diese SEO-Überoptimierung auch als Relevanzproblem bezeichnet. Verursacht wird der Keyword Kannibalismus durch Unaufmerksamkeit oder Unwissenheit.

An dieser Stelle ist es wichtig, die Begrifflichkeit: „Keyword Kannibalismus“ abzugrenzen. In einigen Fällen sorgt er nämlich für keine Probleme. Ein Beispiel: Wenn mehrere Rankings mit einem Keyword erreicht und dann sogar noch Spitzenpositionen erzielt werden, profitiert die Domain davon. Es ist ein Gewinn, denn jetzt werden im Suchergebnis mehrere Positionen besetzt.

Deshalb ist Keyword Kannibalismus zumeist ein Relevanzproblem

Die Begrifflichkeit Relevanzproblem trifft die Problematik des Keyword Kannibalismus sehr gut. Zwei Unterseiten derselben Onlinepräsenz bedienen dasselbe Keyword. Das verwirrt die Algorithmen von Google oder einer anderen relevanten Suchmaschinen. Sie können nicht richtig einschätzen, welche der Seiten für die Suchanfrage treffender ist. Als Konsequenz daraus verlieren beide Seiten an stabiler Position und guter Suchmaschinenplatzierung. Den Sichtbarkeitsverlust sollten Onlineshop- und Webseiten-Betreiber daher dringend vermeiden – ansonsten sind Umsatzeinbußen garantiert.

Beispiel für digitalen Kannibalismus

Unternehmen S besitzt einen Onlineshop, der seinen Fokus auf hautfreundliche Seifen legt. Für den Betreiber erscheint es daher nur logisch, auf der Startseite und den Unterseiten des Onlineshops die Begrifflichkeit „hautfreundliche Seife“ unterzubringen. So würde Google & Co. begreifen, dass Verbraucher hier hautfreundliche Seifen vorfinden. Das stimmt in der Praxis in der Regel nicht. Die verschiedenen Seiten treten in Konkurrenz miteinander, was sich auf alle negativ auswirken kann.

Die besten Tipps

Wichtig ist es, den Keyword- und URL-Kannibalismus zu analysieren. Im zweiten Schritt lassen sich dann Lösungswege einleiten. Hier sind drei typische Anzeichen:

  1. Mehrere Seiten der Domain ranken für dasselbe Keyword.
  2. Es gibt starke Schwankungen im SERP-Ranking, die von Dauer sind.
  3. Die Webseite rankt abwechselnd zum gleichen Thema mit unterschiedlichen URLs.

Beispielhafte Maßnahmen gegen den Keyword Kannibalismus sind:

  • per 301 Weiterleitung
  • Zusammenfassung des Contents und 301 Weiterleitung
  • auf „noindex, follow“ stellen
  • Aufbau neuer Landingpages
  • Verfeinerung der Keywordausrichtung
  • Hinzufügung von mehr Content
  • interne und externe Links setzen

Keyword und Content Kannibalismus nicht unterschätzen

Der Keyword Kannibalismus kann eine Gefahr für eine Webseite oder Onlineshop darstellen und drastische Einbußen in den Einnahmen bedeuten, da die Domain an Sichtbarkeit verliert. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, Webseiten mit einem einzigartigen und hochwertigen Content zu kreieren. Bei der Setzung der Keywords ist größte Achtsamkeit geboten. Sollte trotz der Umsicht eine Kannibalisierung auftreten, lässt sie sich durch maßgeschneiderte Maßnahmen beseitigen.

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