Pillar-Pages: SEO-Optimierung auf moderne Art

Themenzentrierte Websites, Shops und Blogs versorgen Besucher mit unterhaltsamen wie nützlichen Informationen. Old­school ist es, Beiträge mit Schlagwörtern zu versehen, die zugleich als Keywords dienen, über die sie in den Suchmaschinen gefunden werden. Doch über die Jahre kommen auf diese Weise eine Vielzahl von Artikeln zusammen, die interessant sind, aber keine Leser finden.

Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Gründe:

  • Die Schlagwortwolke ist so unübersichtlich geworden, dass sie die Thematik eher verdunkelt, statt zur Erhellung beizutragen.
  • Der Leser weiß nicht, innerhalb welchen Beitrags er die Informationen findet, nach denen er aktuell gerade sucht.

Eine Lösung, die für eine SEO-freundliche Struktur sorgt, liegt in der Content-Strategie, Pillar-Pages einzurichten.

Schlagwörter und Kategorien übersichtlich zusammenfassen und verlinken

Als Pillar-Pages bezeichnet man Seiten, auf denen alles, was auf einer Website zu einem bestimmten Thema enthalten ist, übersichtlich zusammenfasst. Man könnte die Pages daher auch als Sammlung von Abstracts zu weiterführenden Artikeln verstehen.

Nehmen wir an, Sie betreiben einen Kosmetikshop und ein Blog, auf dem über Produktion, News, Inhaltstoffe, Wirkungen und mehr informiert wird. Nutzt ein Interessent die interne Suche, werden ihm beispielsweise zum Keyword „Sonnencreme“ fünfzehn hilfreiche Artikel angeboten. Welchen soll er wählen?

Genau das erklären Sie ihm auf einer Übersichtsseite/Landingpage, auf der Sie kurz ausführen, wovon die einzelnen Artikel handeln. Sie schreiben also nicht einen Artikel über alle Aspekte eines Themas, wie es bei holistischen Landingpages der Fall ist. Stattdessen nutzen Sie eine Landingpage, um übersichtlich darzustellen, welche Fragen und Aspekte Sie bereits beantwortet haben. Damit geben Sie Ihren Lesern die Möglichkeit, sich rasch einen Überblick zu verschaffen. Und Sie erleichtern es den Suchmaschinen, Ihre Inhalte zu indexieren und deren Relevanz für bestimmte Suchanfragen zu erfassen.

So tragen Pillar-Pages einerseits zur Übersichtlichkeit von Blogs und Webseiten bei. Andererseits erweisen sie sich als SEO-relevant, da die Tendenz bei Suchanfragen weg vom Keyword und hin zur ausformulierten Frage geht.

Pillar-Page: SEO-Optimierung und Content-Strategie

Greifen Sie diesen Trend auf, indem Sie Nutzerfragen, die Ihre Beiträge beantworten, in die Headlines Ihres Überblickartikels aufnehmen. Beachten Sie dabei aber bitte, dass Sie Fragen nur beantworten können, wenn Sie die Themen angemessen eingrenzen. Um auf unser Beispiel zurückzukommen: Erstellen Sie keine Pages für Cremes im Allgemeinen, sondern konzentrieren Sie sich auf eine Kategorie. Werden Sie aber auch nicht zu speziell, indem Sie beispielsweise die Page ausschließlich zum Thema „Sonnencremes für Kinder mit rötlichen Haaren“ erstellen.

Haben Sie bisher mit Schlagwörtern und Kategorien gearbeitet, erstellen Sie vorab eine Liste, welche Artikel zu welchem Thema vorhanden sind. Schauen Sie dann, welche thematisch eng zusammengehören und fassen Sie deren Inhalte in einem beschreibenden Text auf Ihrer Pillar-Page zusammen.

Pillar-Pages: SEO-Optimierung auf moderne Art


Pillar-Pages: SEO-Optimierung auf moderne Art (© artinspiring – de.fotolia.com)

Übersichtliche Seiten erstellen

Ist Ihnen klar, welche Zwecke diese spezielle Landingpage erfüllt, geht es an die Umsetzung. Je klarer Ihr Blog, Shop oder Website von Beginn an strukturiert wurde, desto einfacher wird Ihnen das fallen. Denken Sie aber daran, dass es sich um ein offenes Projekt handelt. Sobald neue Beiträge hinzukommen, sollten diese ebenfalls auf die Pillar-Page aufgenommen und verlinkt werden.

Legen Sie die Themen mithilfe von drei strukturierenden Elementen an:

  1. Was passt thematisch zusammen?
  2. Für welche Zielgruppe wurden die Beiträge geschrieben?
  3. Welche Fragen beantworten die Beiträge?

So können Sie in einer Mindmap eine „Säule“ (englisch „Pillar“, daher der Name) erstellen, die das Hauptthema benennt. Ordnen Sie dieser Säule dann einem Content-Cluster zu, also alle Beiträge, die SEO-relevant sind. Formulieren Sie präzise, welche Fragen der jeweilige Beitrag beantwortet und fügen Sie dies als Kurzbeschreibung der jeweiligen Seite hinzu. Nutzen Sie aber auch die günstige Gelegenheit zum Ausmisten.

Nicht alles, was Sie vor Jahren einmal geschrieben haben, ist aktuell noch relevant für Ihre Zielgruppe. Lassen Sie also auch Beiträge weg, um zu vermeiden, dass die Pillar-Pages von „Hölzchen aufs Stöckchen“ kommen.

Sind die Content-Cluster erstellt, schreiben Sie einen Beitrag zum Oberthema, in dem Sie

  • die Themengebiete benennen.
  • auf Fragen und erste Antworten eingehen.
  • die jeweiligen Artikel verlinken.

Gehen Sie nicht zu tief auf die Inhalte ein, Sie wollen ja erreichen, dass Nutzer die Unterseiten noch aufrufen. Reihen Sie die Inhalte aber auch nicht zusammenhanglos aneinander, sorgen Sie für angenehme und logische Übergänge. Denken Sie auch daran, von den Unterseiten immer wieder auf den Hauptartikel zurückzuverweisen.

Abhängig davon, wie umfangreich Ihr Content bereits ist, können so Übersichtsseiten von erheblicher Länge entstehen. Erleichtern Sie es Ihren Besuchern, sich zurechtzufinden, indem Sie diesen ein Inhaltsverzeichnis (mit Sprungmarkern) voranstellen.

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