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Shopware Nexus

Was ist Shopware Nexus?

Shopware Nexus ist eine Integrations- und Automatisierungsplattform, die direkt in Shopware eingebettet ist. Sie verbindet den Onlineshop mit externen Systemen und steuert den Datenaustausch zwischen ihnen. Fachlich gehört Nexus damit in die Kategorie der iPaaS-Lösungen, also Integrationsplattformen, die als Vermittlungsschicht zwischen mehreren Anwendungen arbeiten. Shopware hat Nexus im Frühjahr 2026 als Early Access veröffentlicht, der Funktionsumfang wächst seitdem weiter.

Wie Nexus funktioniert

Grundlage sind Workflows, die in einem visuellen Editor per Drag-and-drop entstehen. Ein Workflow startet über ein Ereignis im Shop, etwa eine neue Bestellung oder eine Änderung am Kundenkonto, oder zeitgesteuert nach Zeitplan. Darauf folgen Aktionen, Bedingungen und Schritte zur Datenzuordnung und Datenumwandlung. Auch Aufrufe externer APIs lassen sich einbinden. Eine Überwachung protokolliert jeden Durchlauf mit Status und Fehlern, sodass sich Störungen nachvollziehen lassen.

Unterschied zum Flow Builder

Beide Werkzeuge automatisieren Abläufe, wirken aber auf unterschiedlichen Ebenen. Der Flow Builder ist für Automatisierungen innerhalb von Shopware gedacht, etwa für Statusmails oder das Setzen von Kundengruppen. Nexus zielt auf die Orchestrierung über Systemgrenzen hinweg und tauscht Daten mit Anwendungen außerhalb des Shops aus.

Typische Einsatzfelder

Häufige Anwendungsfälle sind der Abgleich von Bestellungen, Kunden und Beständen mit einem Warenwirtschafts- oder ERP-System, Benachrichtigungen in Team-Chats sowie der Transfer von Daten zwischen Fachanwendungen. Zum Start unterstützt Nexus eine überschaubare Zahl an Verbindungen, darunter Microsoft Dynamics Business Central, Slack und AWS S3. Weitere Anbindungen sollen über den Shopware-Marktplatz hinzukommen.

Einordnung für Unternehmen

Nexus macht Shopware zur zentralen Steuerungsebene. Das passt gut, solange der Onlineshop im Mittelpunkt der Prozesse steht. Liegt die führende Datenhoheit dagegen im ERP oder laufen mehrere Kanäle und Systeme zusammen, ist eine vom Shop unabhängige Vermittlungsschicht meist die tragfähigere Wahl. Zu bedenken ist außerdem das Abrechnungsmodell: Nexus wird nach Ausführungen abgerechnet, was bei hochfrequenten Abgleichen anders ins Gewicht fällt als bei wenigen Vorgängen pro Tag.