Shopware Community Day 2020

Aufgrund der Corona-Pandemie musste der geplante 10. Shopware Community Day 2020 im Landschaftspark Duisburg-Nord leider abgesagt werden. Shopware überraschte daher mit einem 2 Tägigem digitalem Event aus dem Münsteraner Hauptquartier.

Als erster steht CEO Stefan Hamann auf der Bühne, erzählt – nicht ohne Stolz – über die Gründung seiner Firma, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Zur Feier des Tages präsentiert er eine Torte zum Jubiläum und bedauert, dass es diese gegenwärtig nur symbolisch im virtuellen Format gibt. Doch Stefan Hamann verspricht, diese nächstes Jahr nachzureichen. Nämlich dann, wenn die Community wieder in persona zusammenkommen darf und echte Tortenstücke unter den Teilnehmern verteilt werden können.

So beginnt der Shopware Community Day im Corona Jahr 2020. Die Premiere dabei: Alles ist virtuell, die Zuschauerreihen bleiben leer. Das Publikum verfolgt ausschließlich den Livestream verschiedener Vorträge, die teils aus dem improvisierten Shopware-Studio, teils aus dem Homeoffice der Redner übertragen werden. Es ist die beste Lösung, den vorgeschriebenen Mindestabstand zu wahren und gleichzeitig alle News zur Entwicklung des beliebten Shop Management Systems zu erfahren.

Als Shopware Partneragentur hat unser wilde van rhee-Team die Streams mitverfolgt, um keine der neuesten Entwicklungen und Ankündigungen zu verpassen. Und ja, es gibt jede Menge über Shopware 6.2 zu berichten. Angefangen mit dem Release eines neuen Mitglieds der Shopware-Familie.

Die Shopware Starter Edition: Willkommen in der Familie

Nicht nur mit der Premiere des rein digitalen Events will Shopware der Corona-Krise die Stirn bieten. Denn das neue Produkt, welches auf dem Shopware Community Day 2020 liebevoll als “Star des heutigen Tages” bezeichnet wurde, soll Businesses aus der Krise helfen.

Unternehmen, die den entscheidenden Schritt Richtung E-Commerce noch nicht vollzogen haben, stehen in Corona-Zeiten womöglich vor Existenzproblemen. Zu teuer, zu kompliziert, zu technisch – so oder so ähnlich mögen die Bedenken bisher geklungen haben. Diese sollen mit der kostenlosen Shopware Starter Edition endgültig ausgemerzt werden. Geringfügige Kosten entstehen nur bei der Umsatzprovision oder dem optional hinzu gebuchten “Advanced-Plan”.

Mit wenigen Klicks kann der User seinen Onlineshop autark erstellen. Begleitende Tutorials und Checklisten nehmen ihn dabei behütend an die Hand. Auch in dieser kostenlosen Edition bekommt der User das vollwertige Shopware geboten.

Durch eine Kooperation mit Themewear bietet Shopware in seiner Storefront Themes mit sehr vielen Konfigurationsmöglichkeiten an, damit der eigene Online-Shop nicht “wie von der Stange” aussieht. Weitere Kooperationen mit Sendclound und Mollie vereinfachen Versand- und Zahlungsprozesse.

Nach dem Prinzip des maximalen Effekts bei minimalem Aufwand will Shopware neue Zielgruppen erobern: Startups und Entrepreneure, die weder Zeit noch Geld in die technische Seite investieren können, bevor der Online-Shop ins Rollen kommt. Die Starter Edition soll ein “Schnellboot in den E-Commerce” sein. Spezifisches E-Commerce-Knowhow und Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich. Auch die Hosting-Lösung bereitet dem User der Shopware Starter Edition keine Kopfschmerzen mehr: Denn ab sofort gibt es die Cloud – den zweiten Star des Shopware Community Day.

Shopware Community Day 2020
Shopware Community Day 2020

Die neue Shopware Cloud und das Saas Modell

Ebenso enthusiastisch wie die Shopware Starter Edition wurde das Pendant zum sorglosen Schnellstart ins E-Commerce vorgestellt. Shopware goes Cloud und nutzt dafür Amazon Web Services.

Mit dem neuen Saas-Modell (Software as a service) läuft es für kleinere Händler einfacher ab. Man registriert sich und alles funktioniert praktisch von allein. Tiefgründige, technische Skills sind nicht erforderlich. Die Updates stehen auf der Cloud direkt zur Verfügung, explodierende Kosten und Aufwand sind nicht zu befürchten. Für den Fall, dass der Shop Erfolg haben sollte – ist dieses Grundgerüst weiterhin nach oben skalierbar. “Ein Wachstumspfad ganz ohne Systemwechsel”, hieß es beim Shopware Community Day 2020.

Auch eine Migration von Shopware 5 zu Shopware 6 soll aus der Cloud in die Cloud spielend leicht sein. Das speziell entwickelte Migrations-Tool überträgt die Daten im Hintergrund, ohne dass der User sich selbst drum kümmern muss. In Planung steht ebenfalls eine unkomplizierte Migration von der Cloud auf die selbstgehostete Variante. Eine vereinfachte Migration von Magento in die Shopware-Cloud ist noch nicht verfügbar, befindet sich jedoch bereits in der Konzeptionsphase.

Neben den vorhandenen Cloud-Extensions “Payment”, “Shopping” und “Themes” sollen künftig noch “Trust”, “Legal” und “Marketing” folgen.
Auch der App Store, welcher speziell zu diesem Zwecke entwickelt wurde, ist direkt in der Cloud integriert und bietet dem User jede Menge Erweiterungen. Die Variante des App Stores für die selbst-gehostete Umgebung befindet sich in Planung. Die Integration der Apps soll nach dem Plug&Play-Prinzip verfahren.

Ebenfalls soll das Paas-Modell (Platform as a service) 2020 als Pilotprojekt starten und nach erfolgreich abgeschlossener Testphase 2021 auf den Markt kommen.

Auf längere Sicht verfolgt Shopware das Ziel, in jeder seiner Editionen – also der Starter Edition, der Community Edition, der Professional Edition und der Enterprise Edition – eine Variante als Cloud oder als Selbst-Hosting anzubieten.

Kooperationen unter Shopware 6.2

Zur neuen Shopware-Version 6.2 wurden viele Kooperationen geschlossen, die das Shopware-Ökosystem erheblich verbessern. Auch diese wurden auf dem Shopware Community Day 2020 vorgestellt.

So bietet die Kooperation mit Sendcloud verschiedene Versandarten an, darunter UPS, DHL, DPD, Deutsche Post, und viele mehr.  Insgesamt kann man zwischen 17 Versendern in Europa wählen und bekommt bei Auswahl die Versandkosten angezeigt, welche direkt via Shopware vom Nutzer abgebucht werden können. Auch das Versandlabel kann unmittelbar ausgedruckt werden. 

Ebenfalls profitiert der Kunde von Shopwares Kooperation mit dem niederländischen Unternehmen Mollie. Dank Mollie kann der User mit wenigen Klicks viele Zahlungsarten in seinen Online-Shop einbinden, wie in etwa Paypal, Klarna, Apple Pay, SEPA Lastschrift und viele weitere, auf die Zielländer zugeschnittene Zahlarten.
Eine weitere finanzielle Kooperation entstand ebenfalls mit iZettle, beziehungsweise dessen Dachorganisation Paypal. Dadurch wird der Shopware-Nutzer auf einfache Weise Business-Kredite beantragen oder Ratenzahlungen für seine Produkte anbieten können.

Aus der Kooperation mit brickfox geht das Produkt Shopware Markets hervor, welche dem Nutzer eine Vielzahl von Vertriebskanälen bietet und als kompletter Prozess in Shopware integriert ist. So kann die Produktreichweite auf Sales Channels wie Amazon, Ebay, OTTO, Rewe und viele weitere ausgeweitet werden. So kann der Shopware-Nutzer mit Shopware das Potential großer Marktplätze nutzen und neue Kunden dazugewinnen, ohne seinen Online-Shop zu vernachlässigen oder den Admin-Bereich verlassen zu müssen. Der voraussichtliche Start von Shopware Markets soll im August 2020 erfolgen. 

Zudem wurde noch mehr in die Zusammenarbeit mit Google investiert, dessen Smart Shopping Campaigns die Ware mittels intelligentem Machine Learning an den Kunden bringen sollen.

Der Rule Builder und die neuen Erlebniswelten

Eine zentrale Rolle bei Shopware 6.2 spielt der neue Rule Builder, der beim Shopware Community Day 2020 vorgestellt wurde. Damit können für sämtliche Bereiche Regeln definiert werden, die eine voreingestellte Aktion durchführen. Egal, ob es sich um Preispflege, Versand, Zahlungsarten oder Angebote handelt. Definierte Rules können immer wieder verwendet oder mit Prioritäten versehen werden, falls mehrere Regeln in einen Konflikt geraten.

Der Shopware 6.2 Rule Builder liefert eine Auswahl an vordefinierten Bedingungen, die ganz ohne Programmierkenntnisse ausgewählt und kombiniert werden können.
Als Ergänzung dazu befindet sich ein neues Feature mit dem vorläufigen Namen “Workflowbuilder” in Arbeit. Damit automatisiert Shopware Workflows, sobald eine andere Software eine Interaktion mit Shopware eingeht.

Auch die Erlebniswelten werden konstant weiterentwickelt und glänzen inzwischen mit einem Drag-and-drop Pagebuilder, der zeitsparenden Möglichkeit mehrerer Zuweisungen gleichzeitig, Data Mapping, Übersetzungen des Contents sowie weiteren Funktionen des Customizing der Erlebniswelten.

Shopware Community Day 2020: Quelloffenes System und API first

Bei Shopware 6 handelt es sich um ein von Grund auf komplett neues System mit einem neu programmierten Core, der nach dem Prinzip “API First” verfährt. So können alle Funktionen des Online-Shops via API gesteuert werden. Das System beinhaltet folgende drei Rest-APIs: Admin API, Sync API und Sales Channel API.

So wird es vereinfacht, Drittsysteme mit Shopware zu verknüpfen. Customization und Flexibilität sollen eine entscheidende Rolle spielen und die Realisierung neuer Synchronisationskonzepte und ERP-Integrationen möglich machen. Shopwares Storefront basiert auf Twig und Bootstrap, sodass einfachere Anpassungen vorgenommen werden können.

Das quelloffene Shopware-System ermöglicht Developern einen schnellen Einstieg, ohne dass sie sich viel Shopware-spezifisches Know-How aneignen müssen.

Fazit des Shopware Community Days: Auf Gemeinschaft bauen

Seinen neuen Weg möchte Shopware gemeinsam mit einer starken Community gehen.  Einerseits soll die Community durch ein ausgebautes Online-Lernangebot, Online-Meetups und eine digitale Shopware Academy gestärkt werden. In den Zeiten von Social Distancing und potentiellen Corona-Lockdowns ist dieser Weg nahezu unverzichtbar, um User an sich zu binden und ihre Businesses florieren zu lassen. Dazu gehören auch kostenlose Webinare und Newsletter, die für jede Zielgruppe maßgeschneidertes Wissen beinhalten. Inbegriffen sind weiterführende Informationen, die nicht nur Shopware allein, sondern auch beispielsweise Ideen zu Business-Strategien vorschlagen. Andererseits soll das Netzwerk der Community untereinander gestärkt werden. So sollen sich Shopware-Kunden weiterhin gegenseitig unterstützen und bei auftretenden Problemen helfen.

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